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Fußbank oder Gitarrenstütze gehören für mich eigentlich nicht zum Zubehör, sondern zum Instrument wie Kinn- und Schulterstütze bei der Geige, Stachel beim Cello oder Haltegurt beim Saxophon. Bei der "normalen klassischen Haltung" benutzt man eines von beidem. Fußbänke gibt es in verschiedenen Ausführungen; die klappbaren aus Metall gibt es mit so schlechten Nieten, dass sie sehr schnell kaputt gehen. Auch auf die Stabilen nie draufstellen, dafür sind sie nicht gemacht.
Gitarrenstützen sind teurer, aber das eine Bein wird nicht hochgestellt. Wenn man wirklich viel spielt, ist das sehr angenehm! Es gibt unterschiedliche Modelle mit mehr oder weniger Einstellmöglichkeiten, die ich im Geschäft ausprobieren würde. Die Zarge muss breit genug für die Saugnäpfe sein; bei offenporiger Lackierung braucht man etwas Plastikfolie als Auflage - auch die kann man in der erforderlichen Qualität kaufen.
Unterarmauflagen kann man tatsächlich kaufen! Während der "T-Shirt-Zeit" des Jahres spiele ich immer mit einem "Ärmel" am rechten Unterarm, weil man ja gerne zwecks Klangfarbenveränderung die Position des Armes auf der Zarge verändert. Man rutscht ständig hin und her, und Haut auf Holz bremst, außerdem sind die Zargen auf Dauer doch scharfkantig und belasten die Muskeln und Sehnen. Mir trägt das immer fragende Blicke und mitleidige Bemerkungen ein, aber seit ich in der Werbung eines Musikverlages gesehen habe, dass man auch kaufen kann, was ich selbstgenäht im Sommer überall griffbereit herumliegen habe, bin ich da ganz beruhigt...
Man findet im Internet mittlerweile auch diverse Angebote zum Thema "ergonomische Gitarre". Die sind dann dort, wo der rechte Unterarm aufliegt so angeschrägt oder abgerundet, dass die Kante entschärft ist - ein bauliches Detail, das es bei E-Gitarren schon lange gibt. Zum Teil haben sie auch einen "angeschrägten Cutaway" zum besseren Erreichen der hohen Lagen. Jedenfalls machen sich Leute Gedanken darüber, dass der rechte Unterarm nicht übermäßig belastet wird. Mir persönlich ist allerdings das Gleiten sehr wichtig.
Ein Stückchen Leder kann hilfreich sein, wenn die Gitarre auf dem Oberschenkel wegrutscht. Dass kann bei bestimmten Hosenstoffen passieren und ganz schön stören, wenn die Stücke schon etwas schwieriger sind, und man eigentlich über die Musik und nicht übers Festhalten der Gitarre nachdenken will. Und natürlich gibt es hinderliche Kleidung. In engen Röcken oder Baggies kann Gitarrespielen unbequem aussehen, weil die Beine zusammengeschnürt sind, und manche Jeans mit dicken Reißverschlüssen und Metallapplikationen gerade da wo die Gitarre aufliegt... ach, das Leben kann ja so absurd sein!
Jeder weiß, wie ein Notenständer aussieht, und dass er dazu da ist, die Noten freundlich für Auge und Haltung vorm Spieler zu platzieren. Genau diese Funktion, Auge und Haltung zu entspannen, motiviert seit Jahrhunderten Menschen, für diesen Gegenstand Geld auszugeben. Man stellt den Notenständer in angenehmer Höhe etwas zur Greifhand versetzt vor sich, dann kann man schnell einen Kontrollblick beim Lagenwechsel machen. Wenn man vorspielt, freut sich das Publikum, wenn der Notenständer so weit seitlich und niedrig steht, dass man einen guten Blick auf den Spieler hat - einem Gitarristen zuzuschauen ist interessant! Der mystischen Erzeugung von Klängen kann man vertrackte Bewegungsabläufe zuordnen - viel spannender als bei Klavier oder Querflöte, die brauchen mehr Showelemente!
Der krasse Gegenentwurf: Üben auf dem Sofa oder Bett, ein Bein übergeschlagen, Noten links neben sich auf dem Sofa. Je nach Gelenkigkeit und Alter schläft einem das Bein ein, man kriegt einen steifen Nacken, verzieht sich den Rücken und fragt sich am nächsten Tag, woher das wohl kommt. Und man verfällt nie auf die Idee, mal etwas länger zu üben.
Wie bei Gitarrenfußbänken gilt bei Notenständern: bei den ganz billigen sind die Nieten wirklich Nieten! Die traditionellen Modelle sind zwar nicht unzerstörbar (schwere Bücher, ruppiges Auf- und Abbauen, Füße auf den dünnen Beinchen ablegen...), aber es lohnt sich, die stabilere, etwas teurere Variante anzuschaffen.
Andererseits sollte man gut überlegen, bevor man sich ein Notenpult im Stile der "Orchesterpulte" kauft. Erstens bewähren sich die billigen nicht, weil die Schrauben schnell überdrehen und man nichts mehr feststellen kann. Zweitens sind sie in der Regel hoch (und nicht tiefer zu stellen) und damit für kleine Schüler eine Qual, drittens haben sie keine "Ausklappohren" für Noten mit Überbreite, und viertens sind sie wirklich schwer!
Wenn man also nicht dauernd aus einem 300-Seiten-Folianten spielt, reicht ein guter klappbarer Notenständer.
Einen Notenständer aufzubauen kann sich zu einem technischen Drama ausweiten. Deshalb hier einige Fotos:
Tischnotenständer fand ich immer unglaubwürdig, zumal ich nur diese Plastikteile kannte, die umkippen, sobald man ihnen eine aufgeklappte Gitarrenschule zeigt... Jetzt bin ich im Internet über zwei Modelle gestolpert, die so aussehen, wie das "obere Teil" eines ganz normalen Notenständers zum Aufklappen. Der eine wirkt äußerst stabil, der andere hat weniger solide Nieten, dafür breitere "Ausklappohren".
Wenn man wie ich große Gruppen in vollgestellten Klassenräumen unterrichtet, könnte das eine Alternative sein. Manche Klassenräume sind wirklich so voll (großes Hufeisen mit dem Deko-Doppeltisch in der Mitte), dass man beim besten Willen nicht genug Platz freischieben kann, um Notenständer für einen großen Sitzkreis aufzubauen. Die Kinder sitzen also mit Gitarre hinter Tischen, auf denen die Noten flach liegen, und dann ist es für Zweitklässler nicht einfach, weil sie doch etwas weiter weg vom Tisch sitzen und der Blickwinkel auf die Noten sehr ungünstig ist.
Vielleicht ist in manchem Kinderzimmer so ein stabiler Tischnotenständer auch die bessere Möglichkeit, als die Noten einfach auf den Schreibtisch zu legen.

Eine Wandhalterung für die Gitarre ist fein für den Menschen, der häufiger nach seinem Instrument greift. An die Wand gedübelt oder am Regal befestigt (im Bild sehr undogmatisch mit dem regaleigenen Aufhängwinkel) ist die Gitarre griffbereit und nicht im Weg.
Gitarrenständer stehen vielleicht im Weg und können umfallen. Auf jeden Fall führen eine Gitarre, die man nicht umständlich aus der Tasche auspacken muss und ein aufgebauter Notenständer oft zu vermehrtem Üben!
Andererseits kann in extrem trockenen Wohnungen im Winter die Aufbewahrung des Instruments in Koffer oder Tasche mit einem Luftbefeuchter (ein kleines Röhrchen, das man in die Gitarre hängt, im Fachhandel erhältlich), sinnvoll sein, um Trockenrisse zu vermeiden.
Ein Kapodaster (italienisch: Hauptbund) ist eine Klemmvorrichtung, die auf dem Gitarrenhals befestigt wird, und so die Mensur verkürzt. Dadurch wird der Klang der Gitarre höher. Man benutzt ihn gerne bei Liedbegleitungen, wenn ein Lied für die Singstimme zu tief ist. Dann kann man die bekannten Akkorde beibehalten und mit Hilfe des Kapo höher spielen. Bei Stücken, die in unangenehmen Tonarten stehen und sehr viele Barrégriffe (Zeigefinger über alle Saiten legen) erfordern, setzt man entsprechend den Kapo und kann dann die Akkorde einer „leichteren“ Tonart benutzen.
Für Renaissancelautenstücke wird gerne ein Kapo im dritten oder zweiten Bund der Gitarre gesetzt. Die Instrumente für virtuose Solostücke waren nicht nur kleiner und höher gestimmt als Basslauten, sondern auch kleiner als moderne Gitarren. Man erleichtert sich also die ganz schlimmen Streckungen in der Greifhand (Die Komponisten der Renaissance ware da nicht zimperlich!) und passt die Tonhöhe an. Es gibt Kapos, die erschreckend mehr kosten als die günstigsten Modelle, aber die Ausgabe lohnt sich. Und natürlich gibt es gewölbte Kapos für Western- und E-Gitarren, und gerade für Konzertgitarren.
In den „guten alten Zeiten“ bekam man als Kind eine normale Gitarre auf den Schoss, Kapo auf den siebten Bund, und dann konnte man sehen, wie man zurechtkam.
Eine Stimmgabel ist ein U–förmiges Stahlstück mit Griff, das zuverlässig immer den gleichen Ton hervorbringt. Danach kann man jedes Instrument stimmen. Links unten im Bild eine, die mit 440 Hertz schwingt; darüber ein Familienerbstück aus der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts, das die Tonhöhe 435 Hertz angibt. Orchester heute stimmen auf 442 oder 443 Hertz.
Elektronische Stimmgeräte können häufig auch Töne angeben, wobei je nach Preis einstellbar ist, ob der Stimmton 440 Hertz haben oder höher liegen soll. Eigentlich soll das Stimmgerät einem aber die Entscheidungen über die Stimmung abnehmen.
Achtung: Stimmgeräte sind manchmal tückisch! Man muss nicht nur lesen, ob der Ton zu hoch oder zu tief ist, sondern auch auf den Ton achten! Wenn die d – Saite näher am c ist, zeigt das Gerät an „c, aber zu hoch“. Wenn ich nur das „zu hoch“ beachte, wird die Saite bald auf c gestimmt sein, und die Gitarre merkwürdig klingen. (Auch dieser absurde Satz steht hier, weil mir dieses Phänomen schon in der Praxis begegnet ist.) Die meisten Stimmgeräte sprechen englisch. Unser "h" heißt auf englisch "B" und unser "b" heißt "Bb".
Ein Metronom ist eine mechanische oder elektronische Vorrichtung, die man benutzt, ein vorgegebenes Tempo einzustellen oder zu üben, ein Tempo zu halten, also nicht ungewollt im Tempo zu schwanken. Es ist nicht dazu da, „im Takt spielen zu lernen“, also die Notenwerte richtig wiederzugeben. Dazu hat man das Gehirn. Der dazugehörige Lernprozess ist sehr komplex und musikspezifisch. Die Tatsache, dass ein Schüler der Musik gleichzeitig spielen und beim Spielen überwachen muss, ob in Bezug auf die Zeit auch alles stimmt, braucht enorm viel Aufmerksamkeit, Abstraktionsvermögen und Arbeitsspeicher! Womöglich einer der Hauptgründe, weshalb Menschen, die ein Instrument lernen ihre Konzentrationsfähigkeit steigern.
Wenn man im Internet die Suche bemüht, findet man schnell Metronome als Freeware für den PC, ebenso kleine Programme, die Stimmtöne angeben.
Eine Saitenkurbel ist ein einfaches Hilfsmittel, schneller Saiten aufzuziehen.
Ein Satz Saiten in Reichweite ist extrem nützlich, wenn plötzlich eine Saite reißt. Böswillige Saiten reißen immer im Konzert, am Wochenende oder auf der Südseeinsel. Dann hat man den Blues und kann ihn nicht spielen!
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Der gute alte Klappnotenständer! Wenn man ihn nicht überlastet, ihm nicht ständig auf die Füße tritt, und ihn mit Zartgefühl auf- und abbaut kann er einen ein Leben lang begleiten! Manchmal läßt sich der Neigungswinkel des Kopfes nur noch schlecht einstellen, dann hilft ein Metallscheibe zwischen Flügelschraube und Haltegabel (Tipp eines Schülers, der mit zehn schon Trecker fahren konnte...).
Aber haben wir nicht alle schon mal davorgestanden... "Verflixt, wie baut man das Ding noch mal auf?!" Die "großen Ohren" müssen nach oben, und die kleinen nach unten, dann geht es!




Da liegt er noch harmlos auf dem Teppich... die ent- scheidende Sache, die "zwei Paar Ohren" sind noch angelegt.
Erstmal die Flügelschraube für den Kopf lockern, und dann diesen nach oben kip- pen.
Dann die Schraube für die drei Beine lösen, die Beine weit genug auseinander stellen, und die Schraube - jede Schraube - wieder festdrehen.
Hier löse ich die Schraube für die erste Verlängerung. Es gibt ja Exemplare, die man zweimal auseinander ziehen kann, und solche mit drei Verlängerungen. Wenn man irgendwann 1,85 ist und E-Gitarre spielt, freut man sich über das große Modell.



Ein Notenständer hat zwei Paar Ohren! Die großen Ohren müssen nach oben, die kleinen nach unten geklappt werden.
Hier sind die großen Ohren oben, die kleinen unten, und ich beginne die linke Seite auszuklappen.
Beinahe fertig...


Links: Es ist vollbracht! Übrigens sind diese handlichen dünnen Metall- notenständer nicht für Beethoven - Gesamtausgaben oder das Realbook geeignet - zu schwer! Dafür gibt es Modelle in ähnlicher Konstruktion, die aber eher 50 - 60 € kosten und auch etwas mehr wiegen. Modelle mit einer Holz- oder Blechplatte (sogenannte "Orchesterpulte") verfügen nicht über die "Ausklappohren" für Noten mit Überbreite...
Rechts: der Anfang vom Zusammen- klappen: zuerst die kleinen Ohren nach unten! Sonst verbiegt der Gute.


Links: hier wird es schief gehen: die kleinen Ohren sind auch oben, und wenn ich jetzt versuche, den Notenständer auseinander zu ziehen, wird alles ganz fürchterlich verbogen, wie im rechten Bild noch etwas deutlicher zu sehen.
Beim Abbauen des Notenständers sollte man immer zwei Hände benutzen! Wenn man die Schraube für eine Verlängerung lässig mit einer Hand löst, knallt einem das Ding auf den Daumen, und man kann sich fürchterlich weh tun! Außerdem drehe ich immer alle Schrauben fest, weil sonst beim nächsten in - die - Hand - nehmen das Ding auseinanderrutscht und -zack - die Gitarrendecke trifft...
Lösen einer Schraube heißt nicht: in die Luft gucken und drehen, bis man die Schraube in der Hand hat... es ist ziemlich schwierig, die Schrauben wieder 'reinzudrehen. Voller Tücken, dieses nützliche Objekt!